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Gelassenheit lernen in 5 Schritten

So ziemlich jeder von uns kennt einen. Einen dieser sehr gelassenen Menschen, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Einen, der scheinbar immer den Überblick behält, keine Gefühlsausbrüche an den Tag legt und für den Stress ein Fremdwort zu sein scheint. Doch wie gelingt das? Und kann man Gelassenheit lernen?

Gelassenheit lernen in 5 Schritten - Die fünf Schritte zu mehr Gelassenheit

Was ist Gelassenheit?

Gelassenheit. Hinter diesem Begriff steckt viel Bedeutung. Wer gelassen ist, lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Gelassene Menschen nehmen die Dinge an, sehen das Positive und handeln ruhig und mit Bedacht und ohne große Gefühlsausbrüche. Sie warten erstmal ab, reflektieren in Ruhe und überlegen sachlich. Auch in schwierigen Situationen kommt keine Hektik auf. In der heutigen, schnellen Zeit nahezu ein Wunder, oder?

Mag es auf den ersten Blick auch wie ein Wunder wirken, Gelassenheit lässt sich lernen. Denn hinter der Gelassenheit steht ein Mensch, der in sich ruht. Der mit sich im Reinen ist und realistische Ansprüche an sich und seine Umwelt hat. Im umgekehrten Fall stehen häufig die sogenannten Stressverstärker im Hintergrund, die dafür sorgen, dass ein Mensch alles andere als gelassen ist. Wer immer perfekt sein möchte, es allen Mitmenschen recht machen will oder möglichst schnell möglichst viel erledigen möchte, kann gar nicht gelassen sein. Das Verhalten (gelassen oder nicht gelassen) ist also ein Ausdruck der eigenen, inneren Einstellungen. Und diese inneren Einstellungen lassen sich erkennen, anpassen und verändern. Mit ein bisschen Übung kann so auch der unruhigste Mensch zu mehr Gelassenheit finden.

Die fünf Schritte zu mehr Gelassenheit

Schritt 1: Die eigenen Stressverstärker erkennen

Stressverstärker beruhen auf Einstellungen, die wir durch unsere Sozialisation übernommen oder entwickelt haben. Diese helfen uns im Alltag und geben als Handlungsanleitung Orientierung. Sind diese Einstellungen zu stark ausgeprägt werden sie zu Stressverstärkern und stehen uns im Alltag eher im Weg und lassen uns unruhig werden. Die häufigsten Stressverstärker sind:

  • Mache alles perfekt! Immer.
  • Mache es allen recht! Alle sollen Dich mögen.
  • Sei stark und kämpfe! Gib niemals auf.
  • Vorsicht! Traue niemandem. Mache alles selbst.
  • Beeil Dich! Mach schneller!

Wenn Du solche Stressverstärker in Dir trägst, dann ist eine herausfordernde Situation für Dich schnell belastend und Du bist überfordert. Du willst die Situation nämlich perfekt meistern, es dabei allen recht machen, auf keinen Fall Schwäche zeigen, Dir nicht helfen lassen und die Kontrolle behalten oder möglichst schnell fertig werden. Puh, das klingt ja schon anstrengend. Wie willst Du dann gelassen bleiben?

Um mehr Gelassenheit zu erlernen, solltest Du Dir überlegen, welche der Stressverstärker auf Dich zutreffen. Denke dazu an vergangene Stresssituationen und überlege Dir, warum Du nicht ruhig bleiben konntest. Wolltest Du perfekt sein? Oder es allen recht machen? Keine Kontrolle abgeben? Spüre den Situationen nach und finde Deine Stressverstärker heraus.

Warum versuchen wir es allen anderen recht zu machen

Schritt 2: Die Stressverstärker hinterfragen

Wenn Du Deine Stressverstärker nun kennst, dann solltest Du Sie hinterfragen. Macht es Sinn immer perfekt zu sein? Geht das überhaupt? Welche Vorteile hat es? Und welche Nachteile? Warum möchtest Du es allen recht machen? Was sind hier die Vor- und Nachteile? Warum musst Du Dich denn beeilen? Ist das wirklich immer notwendig? Darf nicht jeder Mensch auch einmal Schwäche zeigen und etwas nicht schaffen? Und warum ist es wichtig auch mal anderen zu vertrauen und Aufgaben zu delegieren?
Überlege Dir zu Deinen Stressverstärkern die Vor- und Nachteile. Das geht auch sehr gut in der Diskussion mit anderen. Redet über die Stressverstärker und wann sie Sinn machen und wann nicht. Überlege Dir auch: Wenn ein Mensch, der Dir sehr wichtig ist, vor Dir steht und sagt: „Ich muss immer perfekt sein.„, was würdest Du ihm antworten und welchen Rat würdest Du ihm geben?

Schritt 3: Neue Einstellungen finden

Versuche im nächsten Schritt Einstellungen zu finden, die Dir im Alltag mehr Gelassenheit geben können und Deinen Stressverstärkern entgegenstehen. Welche Einstellung wären in solchen Situationen eher stressreduzierend?

  • Ich gebe was ich kann, darf aber auch mal einen Fehler machen.
  • Niemand muss perfekt sein; auch ich nicht.
  • Ich achte auch auf mich und meine Bedürfnisse.
  • Es müssen mich nicht alle mögen.
  • Ich entscheide nach meinen Werten und Vorstellungen.
  • Ich darf auch mal Schwäche zeigen.
  • Ich muss nicht immer alles schaffen.
  • Ich vertraue anderen.
  • Ich muss und kann nicht alles kontrollieren.
  • Langsam ist das neue schnell.
  • Lieber langsam und dafür richtig.

Bastel Dir Deine eigenen Sätze, die Dich beruhigen können und die zu Dir passen. Diese solltest Du dann sichtbar an mehreren Orten aufhängen. Am Kühlschrank, an der Pinnwand im Büro oder als Bildschirmschoner. Durch das regelmäßige Lesen der Sätze prägen sich diese bei Dir ein.

Schritt 4: Üben, Üben, Üben

Wenn Du Deine neuen Einstellungen gefunden hast, geht es ans Üben. Immer wenn Du in eine Situation kommst, die Dich normalerweise aus der Ruhe bringt, solltest Du üben ruhig und gelassen zu bleiben. Denke an Deine Sätze und versuche keinen Stress aufkommen zu lassen. Versuche es einfach auszuhalten, dass es nicht perfekt ist, irgendjemand unzufrieden mit Dir ist oder Du etwas nicht geschafft hast. Probiere anderen zu vertrauen und delegiere Aufgaben. Und nimm das Tempo raus. Mache eine kurze Pause, atme tief ein und aus oder lenke Dich mit etwas Schönem ab.

Schritt 5: Was ist wirklich wichtig?

Neben der Änderung Deiner Einstellung kann es auch hilfreich sein, wenn Du Dir gelegentlich folgende Fragen stellst:

  • Was ist mir wirklich wichtig im Leben?
  • Erfolg? Gesundheit? Familie? Entspannung? Freunde? Hobby?
  • Lebe ich auch danach?
  • Wofür verschwende ich Energie und Zeit?
  • Wofür hätte ich gerne mehr Energie und Zeit?
  • Welche eigentlich unwichtigen Dinge beeinflussen mein Leben?
  • Was kann ich tun, um das zu ändern?
  • Wer tut mir gut und wer nicht?

Fazit
Gelassenheit beginnt im Kopf. Und auf diesen hast Du sehr wohl Einfluss. Versuche mit Deinen neuen Einstellungen Dein Leben nach den wirklich wichtigen Dingen auszurichten und solange diese für Dich wichtigen Dinge in Ordnung sind, gelassen zu bleiben.

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